Von Katrin Völkner, Paris

Bekannte Marken und kleine Boutiquen, schicke Restaurants und gemütliche Bars, viel Kultur und schöne Parks – all das findet man selten so geballt wie im Marais. Das Pariser Quartier nördlich der Seine gilt heute als das Trend-Viertel schlechthin.
Bereits im 17. Jahrhundert schuf Heinrich IV. den Place Royale (heute Place des Vosges), reiche Aristokraten errichteten ihre Herrenhäuser in der Gegend. Heute finden sich hier einige der ältesten Gebäude von Paris. Besucher können durch die engen Gassen spazieren und sich auf die Spuren von bekannten Dichtern und Künstlern begeben. Das Quartier, das heute durch seine Immigranten, seine jüdische Bevölkerung sowie seine Schwulenszene geprägt ist, bietet jede Menge Abwechslung.
Von der Metrostation Saint-Paul aus geht’s ins Szene-Viertel Marais. Fotos: Katrin Völkner
Von der Metrostation Saint-Paul aus geht es Richtung Norden bis in die Rue des Francs-Bourgeois (Straße der freien Bürger), in der es so viel Auswahl an Kleidung gibt, wie man sich nur wünschen kann. Neben den französischen Marken Barbara Bui und Gerard Darel haben hier auch internationale Labels wie Pepe Jeans ihre Filiale. In den Schaufenstern lassen sich zurzeit besonders viele Strickjacken, Blazer in Rot, Pink und Schwarz sowie Feierliches mit Silber, Gold und Glitzer entdecken. Dass Weihnachten immer näher rückt, sieht man vor allem an einem Schaufenster: Guerlain hat sich besonders ins Zeug gelegt und präsentiert seine Parfums inmitten einer verschneiten Winterlandschaft.
Auch große internationale Marken wie Pepe Jeans aus London haben hier ihre Filialen.

Guerlain verzaubert in der Vorweihnachtszeit mit einem traumhaft dekorierten Schaufenster, während BGN Mode in Schwarz und Pink anbietet.
Nicht nur große Filialketten haben im Marais ein Zuhause. Auch individuelle Stores, die ausgefallene Mode zu mittleren Preisen anbieten, haben sich hier angesiedelt. In Sachen Biobaumwolle hat der Laden Ekyog an der Rue de Sévigné einiges zu bieten. Und für trendige Accessoires geht’s zu Lollipops. Die ausgefallenen Taschen sind mal in metallischen Schimmer getaucht, mal zeigen sie gezeichnete Paris-Szenen. Und Kosmetik? Die gibt es en masse. Kiehl’s, Body Shop und L’Occitane – sie alle bieten in der Rue des Francs-Bourgeois, nur ein paar Meter voneinander entfernt, ihre Cremes und Düfte an.

Typisch Marais: Die Läden wie hier Ekyog sind in alten Bäckereien und Patisserien untergebracht.

Taschen von Lollipops sieht man besonders oft an den Handgelenken der Pariserinnen baumeln.

Zwischen den Klamottenläden gibt es auch einen Body Shop, außerdem Kiehl’s und L’Occitane.
Fertig mit dem Shoppingbummel? Und noch ein wenig Zeit für einen Spaziergang? Dann entführen die historischen Gemäuer von Hotels, der Bibliothek oder der Museen im Marais in die jahrhundertealte Geschichte von Paris. Rund um den Place des Vosges gehen Kunstsammler einkaufen, denn hier haben sich zahlreiche Maler und Skulpteure mit ihren Galerien niedergelassen. In den Säulengängen lässt sich in aller Ruhe Kunst bestaunen, zwischendurch etwas essen und auch mal ein Hut erstehen – bei Sonne wie bei Regen.

Alte Hotels und die Bibliothek begeistern mit ihren alten Gemäuern.

Der symmetrische Place des Vosges ist von herrschaftlichen Gebäuden umgeben.

Zahlreiche Maler und Skulpteure haben ihre Galerien rund um den Platz.

In einer Ecke der Säulengänge zieht dieser Hutladen die Blicke an.

Ich schreibe drei Monate lang bis Ende November für euch aus Paris. Weitere Berichte aus der Hauptstadt der Mode von mir findet ihr hier:
Pariser Messen: Die Termine für 2010
Stoffmarkt Montmartre: Ein Paradies für Schneider und Designer
Luxus-Shopping in Paris, pt. 5: Rue Saint-Honoré & Place du Marché Saint-Honoré
Das Paris-Special wird unterstützt von:
Günstige Hotels in Paris






















Dezember 19th, 2009 um 18:12
Bonjour,
Ich möchte Freunde einen Tag in Paris schenken, brauche aber Jemanden der Sie am Bahnhof abholt und Ihnen eine halben Tag die Stadt zeigt. Können Sie mir helfen?
Tausend Dank im voraus für einen Tipp.
JL