Von Katrin Völkner, Paris
Während der Fashion Week zeigten 16 Designer im Maison de l’Europe in Paris ihre Kollektionen aus Bio-Stoffen. Im ersten Teil unserer Reihe zum Green Showroom haben wir euch bereits die Kollektionen von Reet Aus und Magdalena Schaffrin vorgestellt. Die beiden Designerinnen beweisen, dass "Öko"-Mode richtig modern sein kann. Jetzt wird’s verführerisch, denn es geht erstens an den Schmuck und zweitens an die Wäsche…
Magnetarmreifen von Royal Blush
Die beiden Veranstalterinnen haben sich nicht nur ins Zeug gelegt, was die Organisation des Green Showroom angeht, sie zeigten auch ihre eigenen Kollektionen. Jana Keller hat unter ihrem Label Royal Blush bisher Taschen verkauft. Für 2010 kommen Schmuckstücke hinzu, die innovativer kaum sein könnten. Statt Perlen oder Strass verwendet sie Leder und Metall. Das Besondere: Die Armreifen und Ketten lassen sich mit Magnetverschlüssen ganz unkompliziert schließen bzw. öffnen. Sammlerinnen können Teile aus verschiedenen Leder-Qualitäten (beispielsweise Glattleder und Leder mit Reptilprägung) miteinander kombinieren.
Je nach Geschmack lassen sich die Einzelteile der Ketten und Armbänder von Jana Keller immer wieder neu zusammenstellen. Foto: Royal Blush
Die Inspirationen kommen aus der Bergwelt – die Schweizerin hat jedes Schmuckstück mit einem Kletterknoten versehen. Wie auch bei den Taschen, legt die Designerin auch bei ihrem Schmuck Wert auf hohe Qualität. So werden alle Teile in Europa und in Handarbeit gefertigt. "Das Leder, das ich verarbeite, kommt ausschließlich aus der EU und der Schweiz. Durch die kurzen Transportwege wird CO2 eingespart", sagt Jana. "Außerdem wird Royal Blush-Leder pflanzlich gegerbt statt mit umweltschädlichen Chemikalien behandelt." Während die Taschen zwischen 200 und 800 Euro kosten, sind die Armreifen schon ab rund 100 Euro zu haben.
Von Klettertknoten ließ sich Jana Keller inspirieren. Das Ergebnis: Ketten und Armbänder, die auffallen. Fotos (3): Katrin Völkner für styleranking
Schimmer-Schmuck von Oria
Kleidung aus Bio-Stoffen kennt inzwischen wohl jeder. Dass auch Gold- und Silberschmuck unter Berücksichtigung ethischer Aspekte hergestellt werden kann, ist neu. Tania Kowalski und Synnove Saelthun "respektieren die Natur" und arbeiten für ihr Label Oria nur mit Fairtrade-Firmen zusammen. Sie richten sich bewusst gegen Kinderarbeit; die Orte, an denen die Edelmetalle für ihren Schmuck gewonnen werden, gucken sie sich vorher selbst an. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. An den Händen glitzern Diamanten, an den Ohren baumeln Silber-Ohrringe mit Vogelmotiven und in die Kettenanhänger sind Bärentatzen eingestanzt.
Dieser Ring verleiht eine edle Ausstrahlung und ein reines Gewissen gleich dazu. Foto: Oria

Ohrringe, Ketten und Piercings: Das Label Oria macht Schmuck, bei dem sich genaueres Hinsehen lohnt.
Sexy Dessous von Enamore
Das Label Enamore setzt auf handgemachte Wäsche aus natürlichen Materialien. Süße Details wie Schleifchen oder gehäkelte Kirschen werten die Hemdchen und Höschen auf. Durch ihre Verspieltheit verleihen sie der Trägerin den Retro-Charme eines Pin-up-Girls. Viel mehr Worte bedarf es bei dieser atemberaubenden Kollektion wohl nicht. Seht selbst:

Mit den Sets des englischen Labels Enamore versprüht die Trägerin ganz bestimmt den verführerischen Charme eines Pin-up-Girls.
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Januar 7th, 2010 um 22:01
die shirts sehen wirkllich total süß aus
Februar 20th, 2010 um 13:02
Seid ihr auch auf der Euroshop Messe anzufinden ?
Februar 20th, 2010 um 14:02
@Paul. Sorry, das ist nicht unbedingt unsere Ziel-Destination