Liveshopping erlebte im vergangenen Jahr einen regelrechten Durchbruch. Liveshopping heißt: Ein Artikel ist für eine kurze Zeit besonders günstig verfügbar. Der Trend zum Liveshopping kam nicht aus Deutschland. Portale wie Vente Privee aus Frankreich starteten schon im Jahr 2001 mit einem geschlossenen Shoppingclub. Nicht nur im Bereich Mode gibt’s Liveshopping: Kurz nachdem in den USA das Technik-Kramportal Woot.com erfolgreich wurde, startete der deutsche Holtzbrinck-Konzern (Handelsblatt, Die Zeit, studiVZ) mit dem Plagiat guut.de.

Vente Privee aus Frankreich war der erste Online-Shopping-Club.
Im Februar 2006 startete BuyVIP. Das Portal bietet ein breites Spektrum: Mode, limitierte Sonder-Kollektionen, Accessoires, Designer-Haushaltsgeräte und auch Elektrogeräte. Im Fashionbereich ging 2007 das Portal Brands4Friends an den Start, das wie guut zum Holtzbrinck-Konzern gehört. Und Brands4Friends schaltet seitdem nahezu täglich Werbung auf studiVZ, um ordentlich für seinen Club zu trommeln. Zunächst gab es ein Kleidungsstück je Tag, inzwischen sind es mehrere. Das Portal wirbt wie BuyVIP damit, dass seine Mitglieder bis zu 70 Prozent Nachlass auf Mode- und Lifestyle-Artikel bekommen. Obwohl’s das Konzept also schon länger gibt, sahnte der Shop zahlreiche Awards ab: darunter den Innovationspreis Online-Shop des Jahres 2008 des Fachmagazins "Der Versandhausberater", den VisionAwards_08 und zuletzt die Auszeichnung als "INTERNET WORLD Business-Idee 2008" und sogar den Deutschen Unternehmerpreis - für Kundenfreundlichkeit.
Aber dabei bleibt’s nicht. Seit dem vergangenen Jahr bietet das Portal Fashionaire auf seiner Seite den Daydeal an - ein ausgefallenes Produkt - manchmal in mehreren Varianten - zum besten Preis (Anm.: Fashionaire ist Kooperationspartner von styleranking). Jetzt folgen clubsale.de, Magic Price und das schweizerische Fashionfriends. Wie können sich die neuen Anbieter von den etablierten unterscheiden? Wir wollten es wissen und haben die Newcomer unter den Shoppingclubs befragt und die drei neuen Portale für euch unter die Lupe genommen.
Streetfashion gibt’s bei clubsale.de
clubsale.de: Dieses Konzept profitiert von den langjährigen Erfahrungen des Unternehmens Planet Sports, welches schon 1993 gegründet wurde. Am 30. Januar ging clubsale.de online. Wichtig ist den Gründern, dass sie ihren Wurzeln treu bleiben wollen. "Wir bieten Boardsports und Streetfashion an. Wir wollen kein Bauchladen sein, der von allem etwas verkauft. Die Kunden sollen uns treu bleiben", sagte uns Projektmanager Michael Kuhlmann.

So sieht die Startseite von Clubsale aus: Erst anmelden, dann einkaufen.
Das Konzept von clubsale.de soll über die Mitgliedsbasis aufgehen. Auf der Website heißt es: "clubsale.de ist der kostenlose Shopping-Club für Dich und Deine Freunde. Zutritt erhältst Du durch die Einladung eines Mitglieds. Wir verlosen täglich zehn Mitgliedschaften!" Aktionen laufen genau wie bei Brands4Friends und BuyVIP zeitlich begrenzt, wobei man sich für die einzelnen Aktionen anmelden kann und dann eine Erinnerung per Mail bekommt.
clubsale richtet sich also besonders an Streetstyler und sportliche Menschen. clubsale.de will sich nach eigenen Angaben durch viel Service und Qualitätsstandards von den Konkurrenten abheben. "Unsere kurze Lieferzeit von durchschnittlich drei Tagen ist entscheidend für die Kundenzufriedenheit. Das schaffen wir, da alle Artikel im hauseigenen Logistik-Center für unsere clubsale.de Kunden reserviert sind. Unser Kundesupport sitzt bei clubsale.de, ist voll im Thema und kann jederzeit fachkundig Auskunft geben. Wir greifen nicht auf ein anonymes Callcenter zurück", sagt Kuhlmann.

Aktionen werden prominent im Vorfeld angekündigt, damit Interessierte sich dafür anmelden können.
Bei Clubsale gibt es im Laufe der Woche auch nur eine begrenzte Anzahl von Aktionen: ein oder zwei Stück. "Wir wollen die Leute begeistern und auch unser Level beibehalten", so der Projektmanager. Bisher gab es zum Beispiel Aktionen von Adidas oder Vans.
Über die aktuelle Mitgliederzahl möchte clubsale.de noch Stillschweigen bewahren. Michael Kuhlmann erklärt aber: „Aktuell registrieren sich bei clubsale.de wöchentlich rund 10.000 neue Mitglieder. Obwohl wir auch jetzt schon europaweit liefern, möchten wir uns in diesem Jahr vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etablieren."
Das styleranking-Fazit: Cooles Konzept, allerdings stört uns die Zahlungsweise. Es kann nur mit Kreditkarte oder per Nachnahme bezahlt werden.
Magic Price: Keine Zugangsbeschränkung
Magic Price: Das Shopping-Portal öffnete seine Pforten im November 2008 und bietet seitdem Street Culture-Markenprodukte mit verlockenden Rabatten an. Mehr als 50 Labels hat der Shop mittlerweile im Programm. Das besondere an diesem Shop: "Anders als bei vielen Shoppingportalen, die ebenfalls mit hohen Rabatten locken, ist der Zugang zum Shop von Magic Price nicht durch eine Mitgliedschaft begrenzt. Das bedeutet: Jeder Kunde kann sich im Online-Shop einfach seine Klamotten aussuchen und sofort bestellen. In einigen Tagen ist die Ware zu Hause. Man muss nicht auf eine Kampagne und danach nochmals mehrere Wochen auf seine Bestellung warten. Wir von Magic Price liefern die Bestellung sofort", erklärte uns Geschäftsführer Yaw Afram.

Auf der Startseite von Magic Price kann man gleich mit dem Shoppen loslegen.
Die Geschäftsidee ist aus der Leidenschaft für angesagte Labels und Streetwear der beiden Geschäftsführer Yaw Afram und Chris Klotz entstanden. Da die beiden wissen, dass es nicht nur um den Preis geht, haben die beiden sich noch ein Extra einfallen lassen: "Jeder Kunde will sich auch mit dem Anbieter identifizieren, bei dem er etwas kauft. Bei Magic Price haben wir daher ein Blog, in dem regelmäßig über themenverwandte ‘Topics’ geschrieben wird. Zudem haben wir gerade weitere Streetculture-Experten aus unserem Umfeld, die regelmäßig mit spannenden Geschichten und Interviews aus der Szene aufwarten. Dadurch erhält Magic Price selbst ein Gesicht und wird zum Erlebnis" , sagte Yaw Afram.

Über interessante Themen wird im Cosmos-Blog geschrieben.
Außerdem fährt Magic Price noch auf einer ganz anderen Schiene: Das Team organisiert die Veranstaltungsreihe „Music for the people“, die bereits am 2. Oktober in der Berliner Location Maria am Ostbahnhof startete. Die Veranstaltung besuchten immerhin 1800 Gäste. Weitere Veranstaltungen aus der „Music for the people“ Reihe sind für diese Jahr in Berlin und Hamburg geplant.
"Der typische Magic-Price-Käufer gehört keiner speziellen Zielgruppe an. Er sucht je nach Laune ein bestimmtes Teil von einer bestimmten Marke und zwar zu einem Preis, den er sich leisten kann", fasst Yaw Afram sein Konzept zusammen.
styleranking-Fazit: Bei Magic Price gibt’s weder Club noch zeitliche Begrenzung - das Angebot ähnelt stark einem ganz normalen Online-Shop - vom Konzept also wenig Neues und eher mit Portalen wie dress for less vergleichbar. Die Ware ist aber ausgesprochen günstig.
Für die Schweizer: FashionFriends
Auch zum Schweizer Pendant FashionFriends haben wir ein kurzes Interview mit Managerin Neomi Gamliel geführt. Der Online-Shop liefert zwar ausschließlich in die Schweiz, aber vielleicht ändert sich das ja irgendwann noch… - wer weiß!?
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In der Schweiz startete Fashion Friends am 19. März.
styleranking: Was unterscheidet fashionfriends von anderen Shops wie BuyVIP oder brands4friends - abgesehen davon, dass ihr in der Schweiz sitzt?
Neomi Gamliel: Wir gehen viel mehr auf die individuellen Bedürfnisse und modischen Vorlieben unserer Kunden ein und präsentieren unsere Showcases mit sehr viel Sorgfalt und Fashion-Kompetenz.
styleranking: Welche Labels bietet fashionfriends an?
Neomi Gamliel: Wir positionieren uns im mittleren und höheren Segment der Jeanswear, werden aber auch regelmässig mit Pret-à-Porter oder Couture Labels und Jungdesignern zusammenarbeiten. So können wir unseren Kunden eine gute, breite und modische Basis bieten und dennoch die Fashionistas beglücken.
styleranking: Hat fashionfriends eine bestimmte Zielgruppe?
Neomi Gamliel: Das wird sich noch zeigen, allerdings möchten wir jeden, der ein FashionFriend werden möchte, auch zufriedenstellen können.
Das styleranking-Fazit: Es gibt häufig gute Kombinationen - wie zum Beispiel Jeans plus Oberteil. Leider gibt’s das Angebot nur in der Schweiz. Ihr findet Labels wie Miss Sixty, Ed Hardy oder Diesel.
Konkurrenz belebt ja bekanntermaßen das Geschäft und wir finden’s grundsätzlich gut, dass nun noch einige weitere Portale dazugekommen sind. Heute ist ganz frisch auch Fashion.de gestartet, das neben einer Modelsuche auch den Bereich "Fashion Week" anbietet. In einem Video werden aktuelle Trends gezeigt und gleich daneben findet ihr die Produkte. Etwas anders also als bei Style.de, über die wir in der vergangenen Woche schon geschrieben haben. Wer aber nun - wie wir - ein echter Fashion Addict ist, für den braucht’s bald eine eigene Seite, auf der alle Angebote verglichen und zusammengefasst werden.
Bislang gibt’s ausschließlich das Blog PaulinePauline, bei dem ihr über alle Trends im Liveshopping auf dem Laufenden gehalten werdet… Hier gab’s übrigens auch gerade die Ergebnisse einer aktuelle Umfrage.
PS: Bis zum 31. März könnt ihr bei uns euren Best Shop wählen. Hier könnt ihr abstimmen und auch eure Lieblingsshops empfehlen: >>> Zur Wahl…












September 10th, 2009 um 13:09
Meine Erfahrungen mit magic-price.com waren durchweg negativ! Ein Kunden-Support ist nicht vorhanden, Mails werden nicht beantwortet. Außerdem wurde meine getätigte Stornierung nicht ausgeführt und ich blieb somit auf doppelten Versandkosten sitzen. Kontakt und Kooperation: Fehlanzeige! Ich kann nur raten von diesem Online-Shop die Finger zu lassen!
September 16th, 2009 um 11:09
hey,erstmal super artikel. ich habe schon bei zwei von den shops bestellt.
bei clubsale habe ich ca.10 tage auf die lieferung gewartet.ätzend!!!! dann wurde der artikel auch noch in der falschen farbe geliefert….naja!!
bei magic-price habe ich im gegensatz zu christian eine durchaus positives kauferlebniss. die lieferung kam in zwei tagen. ich habe dann einen artikel zurückgesendet und innerhalb von 5 tagen mein geld auf dem konto gehabt. super service.
November 19th, 2009 um 02:11
http://www.myshoppingclubs.de bietet übrigens eine gute Übersicht über die aktuellen Aktionen der Shopping Clubs / Live Shops und man bekommt direkt alle Einladungen & Erfahrungsberichte zu den Shops.
Februar 15th, 2010 um 12:02
Hallo,
hab auch eine ähnliche Erfahrung mit Clubsale gemach. Versand hat auch bei mir 9 Tage gedauert. Aber dafür hat die Farbe gepasst.
Gruß Slit
März 8th, 2010 um 16:03
wenn jemand ne einladung braucht einfach kurz mailen und spätestens am tag drauf ist die einladung da (felkop@web.de)